Aktuelles

Gutes Leben für Kinder!

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg im Gespräch
mit den Familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsfraktionen zur Bekämpfung von Kinderarmut!

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg im Gespräch
mit den Familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsfraktionen zur Bekämpfung von Kinderarmut!

In Deutschland wachsen fast 2.5 Millionen Kinder in Armut auf. Tendenz steigend!
Besonders betroffen sind Kinder aus alleinerziehenden Familien. In Baden-Württemberg sind 46% aller Alleinerziehenden,
darunter 95% Frauen, und ihre Kinder von Armut betroffen.
In einem breiten und sehr engagierten Gespräch mit den familienpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Landtagsfraktionen wurden Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderarmut diskutiert und auf den Weg gebracht.

Alle Beteiligten waren sich einig:
Punkt.png   Die beschlossene Ausweitung der Leistungsdauer im Unterhaltsvorschuss von 12 auf 18 Jahre,
    muss schnell und zügig umgesetzt werden. Eine Verzögerung ist nicht hinnehmbar.

Punkt.png   Nicht gezahlter Unterhalt ist kein Kavaliersdelikt und trägt maßgeblich zur Kinderarmut bei.
    Hier braucht es dringend wirksame Mittel zur Durchsetzung.

In einem ersten Schritt möchten die familienpolitischen Sprecherinnen und Sprecher die Forderung des Netzwerks nach validen Daten zur Situation der Unterhaltszahlungen in Baden-Württemberg unterstützen und einen entsprechenden Antrag in den Landtag einbringen. Weiterhin wurde ein regelmäßiger Austausch vereinbart.

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v.l.n.r.
Klaus Burger (CDU), Jürgen Keck (FDP), Dorothea Wehinger (Bündnis 90 Die Grünen), Brigitte Rösiger (VAMV), Andreas Kenner (SPD), Edith Lauble
(Netzwerk Alleinerziehendenarbeit), Martina Liebendörfer (Netzwerk Alleinerziehendenarbeit), Hannelore List (Netzwerk Alleinerziehendenarbeit).
Aktuelles 2. Dezember 2016

Die geplante Ausweitung des Unterhaltsvorschuss muss pünktlich zum 1. Januar 2017 kommen

Berlin, 28. November 2016. Die geplante Ausweitung des Unterhaltsvorschuss muss pünktlich zum 1. Januar 2017 kommen. Das fordert der Verband allein erziehender Mütter und Väter e. V. (VAMV) in der Petition „Lassen Sie Trennungskinder nicht noch länger im Stich“. Diese hat er gemeinsam mit dem VAMV Landesverband Nordrhein-Westfalen, den Alleinerziehenden-Bloggerinnen Christine Finke ("Mama arbeitet"), Dr. Alexandra Widmer („Stark und alleinerziehend“) und Rona Duwe („Phönixfrauen“) gestartet. Durch den Ausbau des Unterhalts-vorschuss kann die hohe Kinderarmut in den Alleinerziehenden-familien spürbar gesenkt werden. Zuletzt war das Gesetzes-vorhaben wieder von der Tagesordnung des Bundestages ge-nommen worden, da die CDU Nachbesserungen in Finanzierungs- und Organisationsfragen gefordert hatte.

Kinder von Alleinerziehenden, die keinen oder nur wenig Unterhalt vom anderen Elternteil bekommen, haben Anspruch auf staatlichen Unterhaltsvorschuss. Dies allerdings nur bis zum 12. Lebensjahr und auch nur maximal für sechs Jahre. Mit der geplanten Änderung soll die Altersgrenze auf 18 Jahre angehoben werden und die maximale Bezugsdauer entfallen.

Angesichts der Tatsache, dass jedes zweite Kind in Armut bei einem allein erziehenden Elternteil lebt, halten die Initiatorinnen der Petition die Blockade der längst überfälligen Gesetzesinitiative für parteipolitisches Kalkül. „Es geht darum, gemeinsam Kinderarmut wirksam zu bekämpfen, statt den Ausbau des Unterhaltsvorschuss zu blockieren! Union und SPD sollten gemeinsam dieses Ziel im Blick haben und wie geplant zum 1. Januar 2017 umsetzen“, fordert die Petition. „Leidtragende dürfen nicht wieder die sein, denen das Geld ohnehin schon oft zum Leben nicht reicht: Alleinerziehende und ihre Kinder.“

Die Petition ist abrufbar unter: https://weact.campact.de/petitions/lassen-sie-trennungskinder-nicht-noch-langer-im-stich#

Aktuelles 29. November 2016

Hartz IV: 20.000 Unterschriften als starkes Votum für eine Umgangspauschale für Trennungskinder!

Berlin, 25. November 2016. Der Sozialausschuss des Bundestages berät am Montag darüber, ob die Regelbedarfe im Sozialrecht angemessen ermittelt und somit die Existenz bedürftiger Menschen gesichert ist. Anlässlich dieser Anhörung fordert der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV), eine Umgangspauschale für Trennungskinder in Hartz IV einzuführen, damit deren Existenzminimum endlich abgesichert ist.

„Die Praxis, das Sozialgeld für Kinder tageweise während des Umgangs mit dem getrennt lebenden Elternteil im Haushalt von Alleinerziehenden zu kürzen, hat sich leider verfestigt und verbreitet. Und zwar sogar dann, wenn der andere Elternteil gar nicht in Hartz IV ist“, bemängelt die VAMV-Vorsitzende Solveig Schuster. „Lebt ein Kind in zwei Haushalten, ist das teurer. Mangelverwaltung zwischen den Eltern ist keine Lösung: Der alleinerziehende Elternteil spart keine Fixkosten, während das Kind weg ist. Und der umgangsberechtigte Elternteil braucht Mittel, um das Kind versorgen zu können, wenn es bei ihm ist.“

Nur, wenn das Sozialgeld in der Hauptbedarfsgemeinschaft nicht gekürzt und der durch den Umgang mit dem anderen Elternteil entstehende Mehrbedarf durch eine Pauschale gedeckt wird, ist deren Existenz in beiden Haushalten sicher gestellt. „Wir fordern, die umgangsbedingten Mehrkosten anzuerkennen und mit der Einführung einer Umgangs-pauschale zu berücksichtigen. Alleinerziehende brauchen Rechtssicherheit. Sie können erst aufatmen, wenn sie nicht länger eine Kürzung befürchten müssen, sobald ihr Kind Umgang mit dem nicht mehr im Haushalt lebenden Elternteil hat. Jedes Kind braucht beide Elternteile und sowohl Kinder als auch Eltern sollten sich auch nach einer Trennung den Umgang mit-einander leisten können“, fordert Solveig Schuster.

Die alleinerziehende Mutter Anna Petri-Satter hat mit einer Online-Petition rund 20.000 Unterschriften für einen Umgangsmehrbedarf gesammelt. Diese wird sie vor der Anhörung am 28. November zusammen mit dem VAMV als starkes Votum für eine Umgangspauschale an den Sozialausschuss überreichen.

Aktuelles 26. November 2016

Leistungen für Alleinerziehende Bundeskabinett beschließt Ausweitung des Unterhaltsvorschusses

Verband alleinerziehender Mütter und Väter, Landesverband Baden-Württemberg e.V.
Gymnasiumstr.43, 70174 Stuttgart
Telefon:0711/24847118 E-Mail: vamv-bw@web.de Internet:www.vamv-bw.de
Landesvorsitzende: Dr.Charlotte Michel-Biegel
Landesgeschäftsführerin: Brigitte Rösiger

Pressemitteilung

Stuttgart, 16.11.2016
Leistungen für Alleinerziehende
Bundeskabinett beschließt Ausweitung des Unterhaltsvorschusses

Alleinerziehende Mütter und Väter leisten enorm viel und brauchen beson-dere Unterstützung. Deshalb hat das Bundeskabinett am 16. November beschlossen, den Unterhaltsvorschuss auszuweiten.

Der VAMV Landesverband zeigt sich glücklich und erleichtert über den überfälligen Ausbau. Nur jedes vierte Kind erhält den Unterhalt, der ihm zu-steht, die Hälfte aller betroffenen Kinder erhalten überhaupt keinen Unterhalt. Diese Tatsache stellt eine enorme Belastung für die Alleinerziehenden dar und ist Ursache für ihr hohe Armutsrisiko.

Ab 2017 wird der Unterhaltsvorschuss bis zur Volljährigkeit des Kindes gezahlt. Die bisherige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten wird aufgehoben. Über die Finanzierung wird mit den Ländern gesondert eine Einigung herbeigeführt.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärte dazu:
"Bislang zahlt der Staat höchstens sechs Jahre lang und für Elternteile mit Kindern ab zwölf Jahren gar nicht. Kinder wachsen, kommen in die Schule. Jetzt zum Beispiel werden dicke Jacken und Winterschuhe gebraucht. Gerade, wenn der Partner keinen Unterhalt zahlt, muss der Staat besser unterstützen. Deswegen soll der staatliche Vorschuss jetzt für Kinder bis zum Alter von 18 Jahren ausgeweitet werden. Davon werden zusätzlich mindes-tens 260.000 Kinder profitieren."

Der Unterhaltsvorschuss ist eine sehr wichtige Leistung für alleinerziehende Eltern und ihre Kinder. Das bestätigt auch die Gesamtevaluation der fami-lienbezogenen Leistungen. Bereits in seiner derzeitigen Ausgestaltung sichert der Unterhaltsvorschuss verlässlich die wirtschaftliche Stabilität der Familien und trägt zu ihrem Wohlergehen bei.

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingun-gen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.

Aktuelles 18. November 2016

Alleinerziehende begrüßen Einigung, Unterhaltsvorschuss endlich auszubauen!

Berlin, 17. Oktober 2016. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Einigung zwischen Bund und Ländern, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes zu verlängern und die begrenzte Bezugsdauer von 72 Monaten aufzuheben. „Der Unterhalts-vorschuss ist eine wichtige, armutsvermeidende Leistung. Die willkürlichen Begrenzungen stellen Alleinerziehende allerdings vor massive Probleme. Mit einem Ausbau des Unterhaltsvorschuss bis 18 wird eine langjährige Forderung des VAMV endlich umgesetzt“, betont Bundesvorsitzende Solveig Schuster. „Wir sind erleichtert und froh. Reformbedarf bestehe aber weiter in der Höhe. Um Gerechtigkeit für alle Kinder zu schaffen, darf das Kindergeld nicht länger vollständig auf den Unterhaltsvorschuss ange-rechnet werden, sondern wie beim Unterhalt nur zur Hälfte“, fordert Schuster. Nur so kann der Unterhaltsvorschuss seine armutsvermeidende Wirkung tatsächlich entfalten.

Mit dem Unterhaltsvorschuss springt der Staat für den Unterhaltspflichtigen ein, wenn dieser nicht zahlt, damit das Kind Geld zum Leben hat. Allerdings nur bis zum 12. Geburtstag des Kindes und für maximal 72 Monate. Nur jedes vierte Kind erhält den Unterhalt, der ihm zusteht, die Hälfte sogar gar keinen.

Mit dem Beschluss zur Neuregelung des Bund-Länder-Finanzausgleichs haben sich Bund und Länder vergangen Freitag darauf verständigt, zum 1. Januar 2017 die Altersgrenze von 12 auf 18 Jahre anzuheben, die Bezugs-dauergrenze aufzuheben sowie auf eine dafür erforderliche Finanzierung. Diese liegt bereits jetzt auf den Schultern von Bund und Ländern. Zu den finanziellen Belastungen der Länder gebe es noch Beratungsbedarf mit dem Bund, so der Beschluss der Regierungschef/innen von Bund und Ländern.

„Wir gehen davon aus, dass ein Ausbau des Unterhaltsvorschuss Kinder von Alleinerziehenden aus der Armut holt“, betont Solveig Schuster. „Wir dringen auf eine zeitnahe Einigung, welche Belastungen Bund und Länder tragen, so dass die Änderung tatsächlich Anfang 2017 in Kraft treten kann.“

Aktuelles 19. Oktober 2016

Keine Ausreden mehr: Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! Internationaler Tag der Armutsbekämpfung am 17. Oktober

Drei Schritte gegen Kinderarmut – Forderungen zur Bundestagswahl
Wirksames Handeln gegen Kinderarmut ist überfällig: Die Zahl armer Kinder steigt von Jahr zu Jahr. Rund 3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland sind von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen, so Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. Jedes fünfte Kind lebt in Armut. 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche beziehen Grundsicherungsleistungen, davon leben knapp 1 Million Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten
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Aktuelles 18. Oktober 2016

Kinderarmut bekämpfen!

Berlin, den 13. Oktober 2016
Pressemitteilung zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am 17.Oktober Alleinerziehende und ihre Kinder tragen in Deutschland das höchste Armutsrisiko. Fast 1 Million Kinder in Ein-Elternfamilien leben in Armut –mit allen negativen Auswirkungen auch auf ihre Zukunft. Alleinerziehende, davon sind 90 Prozent Frauen, werden buchstäblich alleingelassen. Ihre Situation hat sich in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert statt verbessert. Jeder Cent muss dreimal umgedreht werden, für Freizeitaktivitäten, Kultur, Urlaub oder notwendige Anschaffungen reicht häufig das Geld nicht.
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Aktuelles 18. Oktober 2016

Wissenswertes zum Thema Unterhalt - Mehrbedarf

Das neue Kindergartenjahr hat begonnen. So können die Betreuungskosten als Mehrbedarf geltend gemacht werden:

Kindergartenbeiträge, bzw. Kosten für die Kindertagespflege (nicht: Kosten für OGS & Hort), werden laut dem Bundesgerichtshof im vollen Umfang als Mehrbedarf angesehen. Sie sind also, bis auf die Verpflegungskosten, nicht über den Tabellenunterhalt abgegolten. Sie sind von beiden Eltern anteilig – verhältnismäßig nach ihren Einkommen – zu tragen. Achtung: Der Mehrbedarf kann erst ab der Aufforderung zur Zahlung geltend gemacht werden! So gehen sie vor:

Schritt 1: Anteilige Kosten berechnen. Der Rechenweg wird im unten verlinkten Musterbrief beschrieben.

Schritt 2: Den Umgangselternteil zur Zahlung auffordern. Zum Beispiel den Musterbrief ausfüllen und per Einschreiben an den Umgangselternteil senden.

Schritt 3: Gegebenenfalls Anwalt beziehungsweise Beistandschaft beim Jugendamt einschalten.

Musterbrief Kitabeiträge als Word-Datei.
Musterbrief Vorschau

Aktuelles 14. Oktober 2016

Zwangsverrentung bei Hartz IV geändert

Hartz-IV- Betroffene sollen nun doch nicht frühzeitig in Rente geschickt werden, vorausgesetzt, sie sind danach von Grundsicherung abhängig. So entschied das Bundessozialministerium. Derzeit drängen die Jobcenter, Hartz-IV-Bezieher, mit 63 in Rente zu gehen, auch wenn sie dadurch weniger Geld bekommen…
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Aktuelles 27. September 2016

Mitmachen: Kampagne 'Kinderarmut verringern - Umgangsmehrbedarf für Trennungskinder durchsetzen!'

Entgegen der Ankündigungen vom Frühsommer, enthält der Referentenentwurf zu den neuen Regelsätzen im SGB II
keine Einführung eines Umgangsmehrbedarfs für Kinder getrennt lebender Eltern. Das kritisiert der VAMV in
seiner Stellungnahme, die er jetzt veröffentlicht hat. Parallel startet eine neue Unterschriftenkampage,
die diesen Mehrbedarf fordert, um der Kinderamut in Einelternfamilien entgegenzuwirken.

Aktuell gibt es keine Regelung im SGB II für die Sicherung der Existenz von Kindern, die in beiden Haushalten
ihrer getrennt lebenden und beiderseits im Sinne des Grundsicherungs­rechts hilfebedürftigen Eltern aufwachsen.
Die verstärkt auftretende Praxis, das Sozialgeld des Kindes tageweise im Haushalt der Alleinerziehenden zu kürzen,
ist eine Milchmädchenrechnung zu Lasten der Kinder. Wenn ein Kind sich abwechselnd in zwei Haushalten aufhält,
dann ist das teurer. Fixkosten wie Telefon und Vereinsbeiträge fallen im Haushalt der Alleinerziehenden weiter
an und werden auch bei Abwesenheiten des Kindes nicht eingespart. Der andere Elternteil braucht aber auch Mittel,
um das Kind zu versorgen. Nur wenn dieser Mehrbedarf durch eine Umgangspauschale für Kinder in Hartz IV gedeckt
wird, ist deren Existenz sicher gestellt.

Der VAMV fordert den Gesetzgeber auf, die umgangsbedingten Mehrkosten anzuerkennen und mit der Einführung eines
Umgangskinder-Mehrbedarfs in Form pauschalisierter und gestaffelter Zuschläge als Anspruch des umgangsberechtigten
Elternteils zu be­rücksichtigen. Zweck des umgangsbedingten Mehrbedarfes ist die Sicherung des kindli­chen
Existenzminimums im Haushalt des hilfebedürftigen umgangsberechtigten Elternteils.

Aktuelles 20. September 2016