Aktuelles

Zwangsverrentung bei Hartz IV geändert

Hartz-IV- Betroffene sollen nun doch nicht frühzeitig in Rente geschickt werden, vorausgesetzt, sie sind danach von Grundsicherung abhängig. So entschied das Bundessozialministerium. Derzeit drängen die Jobcenter, Hartz-IV-Bezieher, mit 63 in Rente zu gehen, auch wenn sie dadurch weniger Geld bekommen…
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Aktuelles 27. September 2016

Mitmachen: Kampagne 'Kinderarmut verringern - Umgangsmehrbedarf für Trennungskinder durchsetzen!'

Entgegen der Ankündigungen vom Frühsommer, enthält der Referentenentwurf zu den neuen Regelsätzen im SGB II
keine Einführung eines Umgangsmehrbedarfs für Kinder getrennt lebender Eltern. Das kritisiert der VAMV in
seiner Stellungnahme, die er jetzt veröffentlicht hat. Parallel startet eine neue Unterschriftenkampage,
die diesen Mehrbedarf fordert, um der Kinderamut in Einelternfamilien entgegenzuwirken.

Aktuell gibt es keine Regelung im SGB II für die Sicherung der Existenz von Kindern, die in beiden Haushalten
ihrer getrennt lebenden und beiderseits im Sinne des Grundsicherungs­rechts hilfebedürftigen Eltern aufwachsen.
Die verstärkt auftretende Praxis, das Sozialgeld des Kindes tageweise im Haushalt der Alleinerziehenden zu kürzen,
ist eine Milchmädchenrechnung zu Lasten der Kinder. Wenn ein Kind sich abwechselnd in zwei Haushalten aufhält,
dann ist das teurer. Fixkosten wie Telefon und Vereinsbeiträge fallen im Haushalt der Alleinerziehenden weiter
an und werden auch bei Abwesenheiten des Kindes nicht eingespart. Der andere Elternteil braucht aber auch Mittel,
um das Kind zu versorgen. Nur wenn dieser Mehrbedarf durch eine Umgangspauschale für Kinder in Hartz IV gedeckt
wird, ist deren Existenz sicher gestellt.

Der VAMV fordert den Gesetzgeber auf, die umgangsbedingten Mehrkosten anzuerkennen und mit der Einführung eines
Umgangskinder-Mehrbedarfs in Form pauschalisierter und gestaffelter Zuschläge als Anspruch des umgangsberechtigten
Elternteils zu be­rücksichtigen. Zweck des umgangsbedingten Mehrbedarfes ist die Sicherung des kindli­chen
Existenzminimums im Haushalt des hilfebedürftigen umgangsberechtigten Elternteils.

Aktuelles 20. September 2016

Frauen-Bündnis gegen Altersarmut

Mit einer gemeinsamen Erklärung hat sich ein „Frauen-Bündnis gegen Altersarmut“ konstituiert,
in dem der VAMV mit sieben weiteren Organisationen einen rentenpolitischen Appell an die Politik richtet.
Zentrale Forderung ist eine nachhaltige Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung. Das Bündnis ist
ein Initiative von ver.di, es wurde im Rahmen einer Konferenz zur Alterssicherung von Frauen am
6. September 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die fortschreitende Absenkung des Rentenniveaus und die Privatisierung der Altersvorsorge führt
Alleinerziehende in die Altersarmut. Deshalb ist der VAMV dem Frauenbündnis gegen Altersarmut beigetreten
und setzt sich für eine starke gesetzliche Rente ein.

Statement von Solveig Schuster, Bundesvorsitzende Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV)
für die ver.di Alterssicherungskonferenz am 6. September 2016 in Berlin

Aktuelles 20. September 2016

Welche Auswirkungen haben die Gesetzesreformen im Familienrecht für Alleinerziehende?

Interview mit Brigitte Rösiger – VAMV Baden-Württemberg

Als ich „Mama zwischen Sorge und Recht“ schrieb, dachte ich, dass ich die Einzige sei, die in eine so aberwitzige Situation geraten war.

Ich dachte, dass mein Buch – wenn überhaupt – zur Unterhaltung gelesen werden würde, einfach weil es spannend ist, in ein fremdes Schicksal einzutauchen, mitzufiebern, mitzuleiden und mitzulachen.
Doch dann schrieben mir sehr viele Leserinnen von ganz ähnlichen und noch schlimmeren Erfahrungen, so dass ich ins Grübeln kam, ob sich die Gesetzesreformen tatsächlich zum Wohle der Kinder auswirken. Denn so waren sie eigentlich gedacht.
Zu ihren Erfahrungen aus der Praxis habe ich Brigitte Rösiger vom Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) befragt.

Zum Interview

Aktuelles 9. September 2016

Stärkung Unterhaltsvorschuss ist überfällig!

Berlin, 1. September 2016. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt die Ankündigung von Familienministerin Manuela Schwesig, den Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr des Kindes auszubauen. "Wir freuen uns, dass die Ministerin Kinder von Alleinerziehenden unterstützen will. Die willkürlich gesetzte Altersgrenze von 12 Jahren und die Deckelung der Bezugszeit des Unterhaltsvorschusses auf sechs Jahre führen dazu, dass Kinder getrennter Eltern plötzlich ohne Unterhalt dastehen. Alleinerziehende stellt das vor massive Probleme. Es ist folgerichtig, den Zugang zum Unterhaltsvorschuss analog zur Unterhaltspflicht auszugestalten und bis zum 18. Geburtstag sicher zu stellen", lobt Solveig Schuster, Bundesvorsitzende des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV).

"Nur ein Viertel der Kinder erhält den Unterhalt, der ihnen zusteht, die Hälfte sogar gar keinen. Mit dem sogenannten Unterhaltsvorschuss springt der Staat für den Unterhaltspflichtigen ein, damit das Kind Geld zum Leben hat. Das ist wichtig, auch über das 12. Lebensjahr hinaus. Weder ist ein Kind in der Lage, für sich selbst zu sorgen, noch darf sich die komplette Unterhaltslast einseitig zu Lasten des betreuenden Elternteils verschieben. Ein Ausbau der Leistung ist daher überfällig", betont Schuster. "Ein weiteres Problem liegt darin, dass der Unterhaltsvorschuss immer mindestens 95 Euro unter der regulären dem Kind zustehenden Unterhaltszahlung liegt und nicht existenzsichernd ausgestaltet ist. Auch hier muss der Unterhaltsvorschuss gestärkt und in der Höhe an den Mindestunterhalt angepasst werden: Das ist zu erreichen, in dem das Kindergeld nicht länger vollständig an die Leistung angerechnet wird, sondern wie beim Unterhalt nur zur Hälfte", fordert Schuster.

"Es ist auch richtig, Unterhaltspflichtige stärker in die Verantwortung zu nehmen. Wenn jemand nicht zahlen kann, muss der Staat einspringen. Wenn jemand nicht zahlen will, obwohl das Geld da ist, muss er von der Gesellschaft stärker als bisher in die Pflicht genommen werden", unterstreicht Schuster.

Die Evaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen hatte herausgestellt, dass der Unterhaltsvorschuss im Volumen mit 0,9 Milliarden eine relativ günstige Leistung ist, die aber trotz der Begrenzungen sehr effektiv und armutsvermeidend ist. "Wir gehen davon aus, dass ein Ausbau des Unterhaltsvorschuss Kinder von Alleinerziehenden aus der Armut holt", betont Solveig Schuster.

Aktuelles 6. September 2016

Integrantionsprojekt Modellprojekt Integration Alleinerziehende (MIA) in Stuttgart

Hier der Flyer

Aktuelles 5. August 2016

Teilzeitausbildung in Stuttgart

Hier die Informationen

Aktuelles 5. August 2016

Alleinerziehende unter Druck

Hier geht es zu der Studie

Aktuelles 29. Juli 2016

BertelsmannStiftung: Vergleich der Lebenslage Alleinerziehender in Deutschland und in Großbritannien!

Hier geht es zur Studie

Aktuelles 29. Juli 2016

Neuauflage der Studie „Alleinerziehende unter Druck Hauptgrund für hohe Armutsquote in Einelternfamilien ist ausbleibender Kindesunterhalt – Politik ist nun gefragt!"

Die Bertelsmann-Stiftung hat die Studie „Alleinerziehende unter Druck. Rechtliche Rahmenbedingungen, finanzielle Lage und Reformbedarf“ überarbeitet und neu aufgelegt. Die Autorinnen, Anne Lenze und Antje Funcke zeigen: Die Armut in Einelternfamilien ist weiterhin sehr hoch, Tendenz eher steigend (laut des Ersten Armuts-und Reichtumsberichts Baden-Württemberg sind 46% der Alleinerziehenden arm). Hauptgrund dafür sind die ausbleibenden Kindesunterhaltszahlungen (50% bekommen gar keinen Kindesunterhalt, 25% nur sporadisch). Die Politik ist gefragt: Der VAMV teilt die in der Studie formulierten Reformvorschläge bezüglich eines dringend notwendigen Ausbaus des Unterhaltsvorschusses, der besseren Durchsetzung von Kindesunterhaltsansprüchen, die Berücksichtigung eines Umgangs-Mehrbedarfes sowie längerfristig einer Neugestaltung der Existenzsicherung von Kindern.

Factsheet

Policy Brief

Studie

Aktuelles 19. Juli 2016