Aktuelles

„Gutes Leben für Kinder – aber sicher!“

Fachtag zur Kindergrundsicherung am Donnerstag, 30.März 2017 in Mannheim

In Deutschland wachsen fast 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Armut auf; besonders betroffen sind Kinder aus alleinerziehenden Familien. In Baden-Württemberg sind nach dem Ergebnis des Ersten Armuts- und Reichtumsberichts 45,8 % aller Alleinerziehenden von Armut betroffen. Dieser Befund ist erschreckend, da ebenso wie bei kinderreichen Familien von 2007 bis 2013 eine gravierende Verschlechterung stattgefunden hat. Dies war Anlass für das Netzwerk Alleinerziehenden-Arbeit bei einem Fachtag mit Experten über Konzepte zur Kindergrundsicherung nachzudenken.

Im Ökumenischen Bildungszentrum St. Clara in Mannheim stellte Henning Heddendorp verschiedene Modelle von Parteien und Verbänden zur Kindergrundsicherung vor. Herr Heddendorp ist Mitautor einer Expertise zum Thema und ist am Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik der Uni Münster tätig. Der sehr breit angelegte, grundlegende Vergleich umfasst die Zielrichtung der Maßnahmen ebenso wie ihre Finanzierbarkeit und die Auswirkungen auf andere Bereiche des Sozialsystems.

Die zweite Referentin Annette Seier vom Familienpädagogischen Institut der Kath. Arbeitnehmerbewegung (KAB) in Haltern ist langjähriges Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung Alleinerziehender (AGIA) und hat aus dieser Perspektive vier Bedingungen für ein garantiertes Kindergrundeinkommen entwickelt:
1. Individuell garantiert; anspruchsberechtigt ist das Kind
2. Ohne Bedürftigkeitsprüfung, um Stigmatisierungen zu vermeiden
3. Ohne Zwang und ohne Gegenleistung, einfach weil es Kinder betrifft
4. Regelsatz muss existenz- und teilhabesichernd sein

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen
- Perspektiven und Zukunftschancen für Kinder
- Neuordnung der sozialen Sicherung
- „Mehr“ an Solidarität verknüpft mit individueller Gestaltungsmöglichkeit
- Stellt Generationengerechtigkeit her
- Schafft die Unzulänglichkeit und Unübersichtlichkeit kindbezogener Leistungen ab

Das anschließende Podium verstärkte Dr. Thomas Bahle, ein Armutsforscher der Uni Mannheim, der den Blick ins europäische Ausland ermöglichte. Vertreter aus dem Fachpublikum wünschen u.a. Berechnungen, die aufzeigen, wie sich unterschiedliche Modelle konkret für verschiedene Familiensituationen auswirken; es wurde gefordert, die Problematik der Prekarisierung der Frauen nicht zu vernachlässigen und auf die direkte Einflussmöglichkeit des Staates im Öffentlichen Dienst hingewiesen.
Bei „einem Blick in die Zukunft“ entstanden hoffnungsvolle Bilder, in denen Kinder ihren Begabungen nach gefördert würden, Frauen und Männer gemeinsam die Familienarbeit mit einem entsprechenden Zeitbudget übernehmen, so dass nach einer Trennung ähnliche Startbedingungen für beide Partner da wären….

Aktuelles 7. April 2017

VAMV LV tritt Bündnis gegen Altersarmut bei!

Hier bitte weiterlesen

Rente muss zu einem Leben in Würde reichen!

Wir, Sozialverbände, Gewerkschaften, zivilgesellschaftliche und kirchliche Organisationen in Baden-Württemberg sehen dramatische Verschlechterungen in der Altersversorgung der Menschen in unserem Bundesland auf uns zu kommen und haben uns deshalb zu einem Bündnis zusammengeschlossen,um uns gemeinsam und mit anderen Organisationen
und Bündnissen für eine Altersversorgung einzusezen, die zu einem Leben in Würde reicht. Wir wollen uns dafür stark machen, Armut im Alter im reichen Baden-Württemberg zu verhindern.

Aktuelles 4. April 2017

Verbände fordern einheitliche Qualitätsstandards für Kitas

Berlin, 28. März 2017. Anlässlich des Starts des 16. Kinder- und Jugendhilfetags in Düsseldorf fordern 27 Wohlfahrts-, Familien-
und Kinderrechtsverbände sowie Gewerkschaften und Kita-Träger gemeinsam die Einführung von verbindlichen, bundesweit einheitlichen
und wissenschaftlich fundierten Qualitätsstandards für Kitas.

Die beteiligten Verbände begrüßen die von Bund und Ländern bereits erzielten Ergebnisse und gehen davon aus, dass noch in dieser
Legislaturperiode verbindliche Umsetzungsschritte erarbeitet werden, die bestehende Prozesse der Kita-Qualitätsentwicklungen in
den Ländern mit aufgreifen. Ziel ist es, in absehbarer Zeit überall in Deutschland eine hohe Betreuungsqualität sicherzustellen.

Die Erklärung wird von den folgenden Organisationen getragen:

Punkt.png   Arbeiter-Samariter-Bund
Punkt.png   Arbeiterwohlfahrt
Punkt.png   Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege
Punkt.png   Bundesvereinigung Lebenshilfe
Punkt.png   Deutsche Liga für das Kind
Punkt.png   Deutscher Familienverband
Punkt.png   Deutscher Gewerkschaftsbund
Punkt.png   Deutscher Kinderschutzbund
Punkt.png   Deutsches Kinderhilfswerk
Punkt.png   Deutsches Netzwerk Schulverpflegung
Punkt.png   Deutsches Rotes Kreuz
Punkt.png   educcare
Punkt.png   evangelische arbeitsgemeinschaft familie
Punkt.png   Familienbund der Katholiken
Punkt.png   Fröbel-Gruppe
Punkt.png   Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Punkt.png   Karl-Kübel-Stiftung
Punkt.png   Der Paritätische - Gesamtverband
Punkt.png   Pestalozzi-Fröbel-Verband
Punkt.png   plattform ernährung und bewegung
Punkt.png   SOS-Kinderdorf
Punkt.png   Stiftung Lesen
Punkt.png   Stiftung Haus der kleinen Forscher
Punkt.png   Verband alleinerziehender Mütter und Väter
Punkt.png   Verband binationaler Familien und Partnerschaften
Punkt.png   Vereinigung der Waldorfkindergärten
Punkt.png   Zukunftsforum Familie

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Aktuelles 31. März 2017

Kinderbetreuung: Macht das Wechselmodell Sinn?

Eine Woche beim Vater, die nächste bei der Mutter - für das Wechselmodell gibt es verschiedene Spielarten.
Beim Wechselmodell können Scheidungskinder wochenweise bei Mutter und Vater leben.
Eine Familienanwältin erklärt, wann das klappen kann - und wann es eine schlechte Idee ist.

Interview von Ulrike Heidenreich

Fifty - fifty bei der Kinderbetreuung - das sogenannte Wechselmodell kann für getrennt lebende Eltern gerichtlich angeordnet werden.
Dieser Beschluss des Bundesgerichtshofs(BGH)von Anfang März verunsichert sowohl Familien als auch deren Anwälte. Den wochenweisen
Wechsel von Mutter zu Vater kann der Richter demnach festlegen, wenn der geteilte Umgang mit den Eltern dem Kindeswohl entspricht
und wenn das Kind dies wünscht. Die Münchner Familienanwältin Kirstin Tomforde sieht die BGH - Entscheidung kritisch - auch weil sie
regelmäßig miterlebt, wie es ist, wenn kleine Kinder in Scheidungsschlachten vor Gericht nach ihrem Willen gefragt werden. Zum Interview

Aktuelles 24. März 2017

Altersarmut vorzubeugen

Armutsbericht 2017: Anstieg der Armut in Deutschland auf neuen Höchststand.
Verbände beklagen skandalöse Zunahme der Armut bei allen Risikogruppen und fordern armutspolitische Offensive

Die Armut in Deutschland ist auf einen neuen Höchststand von 15,7 Prozent angestiegen, so der Befund des aktuellen Armutsberichts
des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, der dieses Jahr wieder unter Mitwirkung weiterer Verbände und Fachorganisationen erscheint.
Nach Aussagen des Verbandes markiert dieser Höchstwert einen mehrjährigen Trend wachsender Armut. Er fordert die Politik zu einem
entschlossenen Handeln in der Arbeitsmarktpolitik, beim Wohnungsbau, in der Bildung und dem Ausbau sozialer Dienstleistungen und
Angebote in den Kommunen auf. Voraussetzung für eine offensive Armutsbekämpfung sei ein rigoroser Kurswechsel in der Steuer- und
Finanzpolitik.

Erstmals ermöglicht der Bericht des Paritätischen einen Zehn-Jahres-Vergleich. Auffällig sei dabei der Rückgang der Armutsquote in
allen ostdeutschen Bundesländern mit Ausnahme Berlins. Auf der anderen Seite stieg die Armut in allen westdeutschen Bundesländern
mit Ausnahme Hamburgs und Bayerns merkbar an. Als besondere Problemregionen identifiziert der Bericht im Zehn-Jahres-Vergleich die
Länder Berlin und Nordrhein-Westfalen. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl, der Bevölkerungsdichte und der längerfristigen
Trends müssten das Ruhrgebiet und Berlin als die armutspolitischen Problemregionen Deutschlands angesehen werden.

Bei allen bekannten Risikogruppen habe die Armut im Vergleich zum Vorjahr noch einmal zugenommen: Bei Erwerbslosen auf 59 Prozent,
bei Alleinerziehenden auf 44 Prozent, bei kinderreichen Familien auf 25 Prozent, bei Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau
auf 32 Prozent und bei Ausländern auf 34 Prozent. Alarmierend sei im Zehn-Jahres-Vergleich insbesondere die Armutsentwicklung bei
Rentnerinnen und Rentnern. Ihre Armutsquote stieg zwischen 2005 und 2015 von 10,7 auf 15,9 Prozent und damit um 49 Prozent, ein
völliger „Ausreißer in der Armutsstatistik“. Durchgreifende Reformen in der Alterssicherung seien daher unausweichlich, um
Der Armutsbericht enthält neben empirischen Daten zur Armutsentwicklung in Deutschland Analysen zur Lebenssituation und Armut
einzelnen Personengruppen (Alleinerziehende, Kinder und Jugendliche, Arbeitslose, Alte Menschen, Geflüchtete, Migranten, Menschen
mit psychischer Erkrankung, Menschen mit Behinderung) sowie zu Querschnittsthemen (Wohnungslosigkeit, Gesundheit und Armut).
Herausgeber des Armutsberichts sind Der Paritätische Gesamtverband, das Deutsche Kinderhilfswerk, der Volkssolidarität
Bundesverband, die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, der Deutsche Kinderschutzbund, der Verband alleinerziehender
Mütter und Väter, der Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte, die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie, PRO
ASYL und die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL).

Gemeinsam fordern die Organisationen von der Politik entschlossenes Handeln und eine Sozialpolitik, die alle Menschen mitnimmt. Es
sei Zeit für einen sozial- und steuerpolitischen Kurswechsel, um Armut zu bekämpfen und eine Verringerung sozialer Ungleichheit zu
erreichen.

Für den 27. und 28. Juni 2017 kündigen die Organisationen den nächsten großen armutspolitischen Hauptstadtkongress an, für den
u.a. auch der DGB und die Nationale Armutskonferenz als Mitveranstalter gewonnen werden konnten.

Den Bericht, weitere Infos und eine detaillierte Suchfunktion nach Postleitzahlen finden Sie im Internet unter:
www.der-paritaetische.de/armutsbericht

Details zum Armutskongress am 27. und 28. Juni 2017 in Berlin unter: www.armutskongress.de

Aktuelles 8. März 2017

Armutsbericht 2017

Armut Alleinerziehender

Vorbemerkung
Mittlerweile wachsen mehr als zwei Millionen Kinder in Haushalten von alleinerzie-henden Elternteilen auf.
Der Großteil davon sind Mütter (90 %) mit einem Kind o-der mehreren Kindern, die durch Scheidung, Trennung, Tod oder der
Entschei-dung, ein Kind allein großzuziehen, in dieser Familienform leben. Insgesamt ist mehr als jede fünfte Familie eine
Einelternfamilie – mit steigender Tendenz. Ange-sichts einer hohen Scheidungsrate und der gesellschaftlichen Pluralisierung von
Familienformen ist diese hohe Anzahl von alleinerziehenden Frauen keine Überraschung. Weiterlesen

Aktuelles 8. März 2017

Aktuelle Gerichtsurteile


Familienrecht
Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge bei nicht miteinander verheirateten Eltern BGH Karlsruhe: Az: XIIZB 419/15
Auch bei einer “negativen Kindeswohlprüfung” ist der vorrangige Maßstab das Kindeswohl. Alle Argumente für oder gegen die
Gemeinsame Sorge (GS) müssen umfassend abgewägt werden. Erst wenn sich nach erschöpfender Sachaufklärung nicht
feststellen lässt, ob die GS dem Kindeswohl widerspricht, ergibt sich im Zweifelsfall die Übertragung auf beide Eltern. Im
vorliegenden Fall hatte das Amtsgericht den Antrag auf GS eines Vaters abgewiesen, das OLG in 2. Instanz ohne persönliche
Anhörung jedoch schriftlich beiden Eltern übertragen.
Begründung: Die GS wird nur dann nicht übertragen, wenn keine Gegengründe festzustellen sind. Das Gericht muss neben dem
Sachvortrag der Beteiligten keine eigenen Ermittlungen anstellen. "Dass eine unzulängliche, dringend verbesserungswürdige
Kommunikation, unter der auch ein Kind leiden kann, durch die Ablehnung der GS gefördert werden kann, ist nicht zu erwarten
Das Kind fühlt sich nicht durch die Entscheidungen der Eltern belastet, sondern durch den Umstand, dass beide nicht miteinander
reden." Solche Sichtweise teilte der BGH nicht und hat die Entscheidung aufgehoben.
Begründung: Das OLG hat ohne ausreichende Sachaufklärung entschieden. Die GS kann nur abgelehnt werden, wenn sie mit dem
Kindeswohl unvereinbar ist. Ein Mindestmaß an Übereinstimmung in wesentlichen Bereichen der elterlichen Sorge und eine insgesamt
tragfähige soziale Beziehung zwischen den Eltern gehört dazu. Die nachhaltige Störung der Kommunikationsebene lässt eine
erhebliche Belastung des Kindes voraussehen, insbesondere bei der Ausübung der GS. Eine sich auf das Kindeswohl negativ
auswirkende Problematik liegt bereits vor, wenn die Eltern regelmäßig nicht in der Lage sind, sachliche Lösungen zu finden.
Dass der Elternkonflikt auf das Kind abfärbt, ist eine begründete Befürchtung. Nur wenn sich nach erschöpfender Sachaufklärung
nicht feststellen lässt, dass die GS dem Kindeswohl widerspricht, darf sie den Eltern auch zugesprochen werden. Zur Sachaufklärung
zwingend gehört auch die Anhörung eines Kindes unter 14 Jahren. Nur bei Kindern unter 3 ist davon abzusehen.

Quelle: ISUV-Report Nr. 150, Dezember 2016/4

Sozialrecht:
Punkt.png   Anspruch auf Zuschuss zur Anschaffung eines PC für Schüler
SG Cottbus: Az: S 42 AS 1914/13 Zur Kostenübernahme im Rahmen von Einmaligen Bedarfen nach § 21, Abs.6 SGB II
gehört auch die Anschaffung eines internetfähigen PC im Wert von 350 Euro für Schüler.
Begründung: Schulbildung ist ein andauernd langer Zeitraum, der PC deswegen eine längerfristige Bedarfslage und daher
eindeutig ein "laufender Bedarf".

Punkt.png   Kostenübernahmeanspruch für Abifeier
SG Saarland: Az: 12 AS 421/14 Nach erweiterter Auslegung des § 28 Abs. 1 und 2 SGB II sind auch Kosten für die Abifeier in
Höhe von 100 Euro zu übernehmen.
Begründung: Bei der Abitursfeier mit Übergabe der Reifezeugnisse handelt es sich um eine übliche öffentlich durchgeführte
Veranstaltung einer staatlichen Schule. Ein Fernbleiben von schulischen Gemeinschaftsveranstaltungen wg. nicht bezahltem Beitrag
„kann Jugendliche in ihrer Entwicklung besonders nachhaltig prägen und negativ beeinflussen“. Deshalb und weil nicht im Bildungs-
und Teilhabepaket berücksichtigt, sind die Regelungen im § 28, Abs. 1 + 2 "extensiv" auszulegen.
Beide Urteile gelten als “richtungsweisend"

Quelle + Info: www.harald-thome.de
Aktuelles 3. März 2017

BGH-Urteil zum Wechselmodell: In Zukunft sind salomonische Urteile gefragt

Berlin, 27. Februar 2017. Der BGH hat heute klargestellt, dass ein Familiengericht ein Wechselmodell als Umgangsregelung anordnen
kann. Maßstab ist für den BGH das Kindeswohl: Im Einzelfall muss ein Wechselmodell dem Kindeswohl am besten entsprechen, die
Familiengerichte haben dies unter Anhörung des Kindes zu prüfen.

Dazu erklärt Erika Biehn, Vizevorsitzende des Verbands alleinerzie-hender Mütter und Väter e.V. (VAMV):

„Wenn die Eltern sich vor Gericht über ein Wechselmodell streiten, ist der Konsens als Grundvoraussetzung für ein Gelingen im
Sinne des Kindes nicht gegeben. Der VAMV bezweifelt deshalb, dass es dem Kindeswohl entspricht, ein Wechselmodell gerichtlich
anzuordnen.

Wir hoffen auf salomonische Urteile, die dem Wohl des Kindes gerecht werden: Es darf nicht darum gehen, das Kind gerecht zwischen
den Eltern aufzuteilen, sondern das Kind mit seinen Bedürfnissen und Bindungen in den Mittelpunkt zu stellen. Kommt ein Kind damit
klar, zwei Zuhause zu haben statt eins? Gibt es eine primäre Bezugsperson oder zwei gleichwertige, wie haben die Eltern die
Betreuung vor der Trennung geregelt? Für das Kind ist es nicht so sehr entscheidend, gleich viel Zeit mit beiden Elternteilen zu
verbringen, sondern gute Zeiten mit beiden Eltern zu haben.

Das Wechselmodell ist ein anspruchsvolles Modell: Die Eltern müssen trotz Trennung kooperieren und kommunizieren können, was mit
dem Kind war, sie müssen die finanziellen Mittel haben, weil es teurer ist, ein Kind in zwei Haushalten zu betreuen. Sie sollten
idealerweise in räumlicher Nähe wohnen. Als Regelfall ist das Wechselmodell deshalb nicht geeignet, sondern nur im Einzelfall.“

Aktuelles 28. Februar 2017

Veranstaltung Gutes Leben für Kinder - aber sicher!

In Deutschland wachsen fast 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre in Armut auf, Tendenz steigend. Besonders
betroffen von Armut sind Kinder aus alleinerziehenden Familien.

Das Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg fordert daher schnelle und wirksame Maßnahmen um die anhaltend hohe
Kinderarmut zu beenden. Der Ansatz, über eine Kindergrundsicherung mehr und nachhaltig zu erreichen, was im jetzigen Rechtsgefüge
nicht möglich ist, wird von immer mehr Befürworter/innen getragen.
Im Fachgespräch mit Experten aus Soziologie, Politik und Forschung diskutieren wir differenziert die unterschiedlichen Konzepte
der Kindergrundsicherung.

Termin: Donnerstag, 30.03.2017, 14.00-17.00 Uhr

Ort: Ökumenisches Bildungszentrum St. Clara Mannheim

Leitung: Netzwerk Alleinerziehendenarbeit Baden-Württemberg

Referent: Henning Heddendorp, Mitautor der Expertise „Kindergrundsicherung“, Münster u.a.

Zielgruppe: Verantwortliche aus der Arbeit mit Alleinerziehenden, Mitarbeitende in Netzwerken, Engagierte in Familienverbänden,
in Politik und Kommunen, Betroffene sowie Interessierte

Kosten: 20 Euro

Anmeldung bis 24.März 2017
Fachstelle Alleinerziehendenarbeit im Erzb.
Seelsorgeamt Freiburg, Telefon: 0761/5144-201
Zur Anmeldung: familienseelsorge-freiburg.de

Aktuelles 28. Februar 2017

Arbeitsmarkt Neustart mit 45

Jetzt erst recht: Frauen mit Erfahrung starten neu durch!

Das Programm „Jetzt erst recht! Neustart ab 45 - Frauen mit Erfahrung im Beruf starten neu durch“ richtet sich an Stuttgarter Frauen ab 45 mit Berufsabschluss/Studium und Berufserfahrung, die aktuell entweder nicht erwerbstätig oder aus anderen Gründen auf der Suche nach einer (neuen) beruflichen Perspektive sind. Das Programm besteht aus Seminaren bzw. thematischen Trainingstagen, Gruppen- und Einzelcoachings und beginnt am 29. April 2017. Näheres über Themen und Zielsetzung des Programms entnehmen Sie bitte dem beigefügten Flyer mit Terminplan.

Die Informationsveranstaltungen zum Programm finden am 30. März und 4. April jeweils um 18.30 Uhr bei BeFF-Kontaktstelle Frau und Beruf in der Lange Str. 51, Stuttgart, statt. Interessentinnen sind herzlich eingeladen und sollten sich anmelden.

Das Programm wird von der Abteilung Chancengleichheit für Frauen und Männer der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

Weitere Informationen gibt es >> hier < <

Aktuelles 28. Februar 2017