Aktuelles

VAMV zum Wechselmodell: Vielfalt statt Regelfall ist am besten für Kinder in Trennungsfamilien!

Berlin, 12. Februar 2019. Wenn der Gesetzgeber das Wechselmo-dell als Regelfall vorgibt, verhindert er damit die jeweils beste Lö-sung für das Kindeswohl im individuellen Einzelfall. Anlässlich der morgigen Anhörung des Rechtsausschusses zum „Wechselmodell als Regelfall“ erklärt Miriam Hoheisel, Bundesgeschäftsführerin des Verbands alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV):

„Das Wechselmodell ist sehr anspruchsvoll. Als gesetzliches Leitmodell für alle Familien eignet es sich deshalb nicht. Bei vielen getrennt lebenden Eltern liegen die notwendigen Rahmenbedingungen nicht vor, besonders nicht bei Eltern, die sich streiten. Ausgerechnet ihnen ein Betreuungsmodell zu verordnen, das besonders viel Kommunikation und Kooperation erfordert, ist für das Wohl des Kindes risikobehaftet und nicht zu empfehlen. Kinder leiden unter den Konflikten ihrer Eltern, nicht unter Betreuungsmodellen.

Wir müssen weg von der ideologischen Diskussion, welches Modell das Beste ist, hin zu der Frage, welches Modell für jedes einzelne Kind das Beste ist. Es geht also um Vielfalt und nicht darum, Trennungsfamilien ein Leitmodell vorzuschreiben. Das Umgangsrecht verzichtet bislang aus guten Gründen auf eine Festlegung von Betreuungsanteilen, um individuelle Lösungen zum Wohl des Kindes zu ermöglichen. Das sollte im Interesse der Kinder auch so bleiben.

Das Umgangsrecht ist deshalb nicht der richtige Ort für Gleichstel-lungspolitik. Diese muss zu Beginn des Familienlebens ansetzen und nicht erst nach der Trennung. In über 80 Prozent der Familien mit Kindern ist der Mann der Hauptverdiener. Die Mütter übernehmen dafür den Löwenanteil an der Kindererziehung und gehen sel-ten mit einer existenzsichernden Berufstätigkeit in die Trennung. Hier besteht Handlungsbedarf: Eltern, die ein Wechselmodell leben möchten, brauchen faire Unterhaltslösungen, die weder das Kind noch den ökonomisch schwächeren Elternteil benachteiligen.“

Ein Positionspapier zum Wechselmodell ist als Download auf www.vamv.de verfügbar.

Aktuelles 13. Februar 2019

VAMV Mitgliederversammlung am 09. Februar in Nagold!

Einladung zur Landesmitglieder-/Landesdelegiertenversammlung 2019
des VAMV Landesverbands Baden-Württemberg e.V.
am Samstag 09. Februar 2019 in Nagold – Bürgerzentrum, Zwingerweg 3

Liebe Mitglieder des VAMV Landesverbandes,

herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung am 09. Februar 2019 in Nagold.

Am Vormittag des LDV-Tages informiert der VAMV Landesverband über aktuelle Entwicklungen bei Themen, die Alleinerziehende besonders betreffen. In diesem Jahr werden uns dem Thema Alleinerziehende und Gesundheit besonders widmen. Es ist Zeit für einen regen Austausch vorgesehen. Anschließend lädt der Landes-verband ein zum gemeinsamen Mittagessen.

Die Landesdelegiertenversammlung 2019 beginnt um 14 Uhr.
Die Direktmitglieder des Landesverbandes treffen sich am Samstag um 13.45 Uhr, um aus ihrem Kreis die stimmberechtigten Delegierten für diese LDV zu wählen.

In diesem Jahr wird ein neuer Landesvorstand für eine 2-jährige Amtszeit gewählt. Neue Bewerbungen für ein Vorstandsamt von Mitgliedern, die mehr Mitsprache bei der Interessenvertretung Alleinerziehender wünschen, sind willkommen. Mitglieder des seitherigen Vorstandes sowie die Geschäftsführerin geben gern Auskunft über den zu erwartenden Umfang eines Ehrenamtes.

Um die Kinderbetreuung planen zu können, bitten wir um Anmeldung bis zum 31. Januar 2019. Ein Anmeldeformular ist beigefügt. Es besteht auch die Möglichkeit, sich telefonisch, per Fax oder per E-Mail anzumelden. Eine Anreisebeschreibung senden wir allen Angemeldeten gern zu.

Auf ein Wiedersehen und rege Teilnahme freuen sich der Vorstand und die Mitar-beiterinnen der Geschäftsstelle des Landesverbandes!

Brigitte Rösiger
Geschäftsführerin

Aktuelles 8. Februar 2019

Kritik am Starke-Familien-Gesetz!

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Aktuelles 5. Februar 2019

Kindergrundsicherung wäre Durchbruch für Alleinerziehende!

Berlin, 11. Januar 2019. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) begrüßt den Beschluss der SPD-Bundestagsfraktion,ein Modell für eine Kindergrundsicherung vorzulegen. Im Gespräch ist eine Grundsicherung in Höhe von 620 Euro. Hierzu erklärt Erika Biehn, Vorsitzende des VAMV:

„Trotz guten Willens an vielen Stellen sind die bisherigen familienpolitischen Gesetzespakete für Alleinerziehende kein Durchbruch, denn das schlichte Erhöhen von einzelnen Leistungen bringt ihnen wenig. Statt einer Verbesserung stellen Alleinerziehende in der Regel fest, dass sie zwar mehr Geld in der linken Tasche, aber dafür weniger in der rechten Tasche haben. Teilweise haben sie sogar weniger Geld als zuvor. Deshalb ist ein grundlegender Systemwechsel hin zu einer Kindergrundsicherung notwendig.

Die Kindergelderhöhung um 10 Euro in diesem Jahr ist ein Beispiel dafür: Denn im gleichen Zuge wie das Kindergeld steigt, sinkt der Unterhaltsvorschuss oder die SGB II-Leistung. Die jetzige Familien-förderung ist gut für verheiratete Eltern mit höherem Einkommen. Für Alleinerziehende ist sie eher ein Dschungel mit vielen Fallstricken. Leistungen wie Unterhaltsvorschuss, Kinderzuschlag und Wohngeld sind so schlecht aufeinander abgestimmt, das manche Alleinerziehende nach dem Ausbau des Unterhaltsvorschuss 2017 mit weniger Geld als zuvor dastand. Mit dem gerade vom Kabinett gerade beschlossenen „Starke-Familien-Gesetz“ wird sich daran leider wenig ändern.

Deshalb begrüßen wir, dass nach der LINKEN und den GRÜNEN nun auch die SPD die Forderungen nach einer Kindergrundsicherung aufgreift. Wir brauchen eine Förderung von Familien, die Kinder unabhängig von der Familienform ihrer Eltern erreicht und ihr Existenzminium absichert. Damit kein Kind im Dschungel der familienpolitischen Leistungen verloren geht. Denn jedes Kind ist gleich viel wert.“

Aktuelles 23. Januar 2019

Neu: VAMV federführend in der AGF

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Aktuelles 23. Januar 2019

„Verbale Aufgeschlossenheit bei anhaltender Verhaltensstarre.“

Viele Themen beschäftigen uns seit vielen Jahren (Jahrzehnten)
Für familienpolitische Belange scheint folgender politischer Grundsatz zu gelten::

„Verbale Aufgeschlossenheit bei anhaltender Verhaltensstarre.“
Wie sonst ist es zu erklären, ….

dass die Alleinerziehenden und ihre Kinder die höchste Armutsgefährdung aufweisen (derzeit 68%),

dass die Alleinerziehenden immer noch nicht ihre Existenz eigenständig sichern können aufgrund fehlender oder nicht bezahlbarer Kinderbetreuung,

dass die erwerbstätigen Alleinerziehenden immer noch Steuern zahlen fast wie ein Single,

dass das Gespenst „Ehegattensplitting“ immer noch sein Unwesen in Deutschland treibt,

dass Kinder, insbesondere bei Alleinerziehenden, das höchste Armutsrisiko darstellen, weil deren Existenz nicht gesichert ist,

dass Alleinerziehende, die aufstockend im SGB-II Bezug sind, immer noch überhaupt keine Familienförderung erhalten, weil alle Leistungen angerechnet werden,

dass, …….

Aktuelles 4. Januar 2019

Neue Düsseldorfer Tabelle ab 01.01.2019!

Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab bekannt, dass zum 1.1.2019 die Düsseldorfer Tabelle geändert wird:
Änderung der Bedarfssätze - Mindestunterhalt beträgt ab dem 1.1.2019 für
- Kinder der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 354 Euro statt bisher 348 Euro
- Kinder der zweiten Altersstufe (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) 406 Euro statt bisher 399 Euro
- Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 476 Euro statt bisher 467 Euro.

Aktuelles 21. Dezember 2018

Ungerechtigkeiten stoppen - Trennungskinder gehen bei der Kindergelderhöhung leer aus!

Das Kindergeld steigt zum 1. Juli 2019 um 10 Euro, wird aber vollständig auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet.

Eine Alleinerziehende hat eine Petition gestartet und fordert wie der VAMV, dies endlich zu ändern:

„Familienentlastende Maßnahmen müssen endlich dort ankommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Es kann nicht sein, dass den Kindern von Alleinerziehenden, die das höchste Armutsrisiko tragen, das volle Kindergeld auf den Unterhaltsvorschuss angerechnet wird. Lassen sie unsere Kinder nicht zurück! Ich fordere Sie auf, diese Schieflage endlich anzugehen und entsprechende Reformen einzuleiten.“

Hier der Link zur Petition:
https://weact.campact.de/petitions/ungerechtigkeit-stoppen-trennungskinder-gehen-bei-kindergelderhohung-leer-aus?source=facebook-share-button&time=1544446637&fbclid=IwAR3kgA9aS4n-nuHFYnRgUljc6ob-Q6L-m4yYNYG5ODU75lahpN3RfQjYDTA

Danke für Eure Unterstützung – durch Weitergeben, Weitersagen und Unterschreiben!

Aktuelles 19. Dezember 2018

Beitragsfreie Kitaplätze in ganz Deutschland!

Beitragsfreie Kitaplätze in ganz Deutschland!

In Bayern erhalten die Familien zusätzlich zum Elterngeld das Familiengeld 250 Euro /pro Kind / pro Monat für das erste und zweite Lebensjahr. Ab dem 3. Kind gibt es 300 Euro im Monat. Zusätzlich erhalten die Eltern in Bayern 100 Euro Zuschuss zum Kitabesuch und dieser soll in Zukunft auch für 1 und 2-Jährige gelten. Damit erhalten die Eltern in Bayern 350 Euro pro Kind mehr als in Baden-Württemberg.
Andere Länder richten stattdessen eine gebührenfreie Kita ein. (Berlin, Rheinland Pfalz und in diversen anderen Ländern in Planung) Das unterstützt in Ba-Wü. derzeit nur die SPD. Über das Bundesprogramm Kita-Plus bekommen die Länder Geld vom Bund für die Kinderbetreuung. In Ba-Wü wird es nur für Empfänger von sozialen Leistungen Gebührenfreiheit geben, die die knapp drüber sind gehen wieder leer aus. Derzeit melden sich viele Betroffene bei uns, die nicht mehr wissen, wie sie die hohen Kitakosten stemmen sollen.

Diese Petition finden wir unterstützenswert:
https://www.change.org/p/beitragsfreie-kita-pl%C3%A4tze-f%C3%BCr-ganz-deutschland-beitragsfreiekita
Bitte gerne unterzeichnen und weiterleien!

Aktuelles 12. Dezember 2018

Der Paritätische Wohlfahrtsverband und der VAMV fordern eine einkommensabhängige Kindergrundsicherung!

hier geht es zur Pressemitteilung

Aktuelles 23. November 2018