2018


Trotz Erhöhung der Regelsätze – für viele Alleinerziehende eine Verschlechterung

Punkt.png   Kinder, die bisher mehr als den Mindestunterhalt erhalten haben, bekommen künftig weniger Unterhalt.
Punkt.png   Unterhaltspflichtige Elternteile, die weniger als 1500 Euro verdienen, müssen, sofern sie nicht unter den
    Selbstbehalt rutschen, mehr zahlen.
Punkt.png   Alle Unterhaltspflichtigen, die mehr als 1501 Euro verdienen, müssen weniger zahlen.

Wie sich der Unterhalt für Ihre Kind(er) 2018 im Vergleich zu 2017 konkret ändert, sehen Sie an folgender Tabelle:

VergleichTabelle.PNG

Die Eurobeträge in der Tabelle bilden nicht den tatsächlich zu zahlenden Unterhalt ab. Der Zahlbetrag für
minderjährige Kinder ergibt sich nach Abzug der Hälfte des Kindergeldes.


Zu den DETAILS der Änderungen:

Der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder wird erhöht.

Punkt.png  Der Mindestunterhalt für minderjährige Kinder wird erhöht. Minderjährige Kinder, die bisher nach Einkommensstufe 1 (bis 1.500 Euro)
    Mindestunterhalt bekommen haben, erhalten ab 2018 wenige Euro mehr Unterhalt. Dies gilt, sofern der Unterhaltspflichtige Elternteil dadurch
    nicht unter den Selbstbehalt rutscht.
Punkt.png  Die Bedarfssätze der zweiten bis zehnten Einkommensstufe sind ebenfalls zwischen 5-8 % erhöht worden.
Punkt.png  Der Bedarf volljähriger Kinderbleibt in 2018 unverändert.

ABER

Die Einkommensstufen zur Berechnung des Unterhalts werden geändert.
Erstmals seit 10 Jahren werden nun auch die Einkommensgruppen angehoben.

Die bisherigen Einkommensstufen 1 (bis 1.500 Euro) und 2 (bis 1.900 Euro) werden zusammengelegt. Alle anderen Einkommensstufen
werden entsprechend angepasst.

Konkret heißt das: Kinder, die bisher nach Einkommensstufe 2 oder höher Unterhalt erhalten haben, bekommen künftig weniger Unterhalt
(vorausgesetzt der Unterhaltspflichtige hat keine Lohnerhöhung erhalten und das Nettoeinkommen ist in 2018 dasselbe wie 2017).
Sie rutschen in der Berechnung des Unterhalts um eine Stufe zurück.

Der Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen bleibt in der Einkommensstufe 1 unverändert.

Der Selbstbehalt von 880 Euro (für nicht Erwerbstätige) bzw. 1.080 Euro (für Erwerbstätige) bleibt auch in 2018 für die 1. Einkommensstufe gleich.

Die Bedarfskontrollbeträge werden ab der Einkommensstufe 2 erhöht.

Der Bedarfskontrollbetrag ist eine reine Rechengröße, der ab der zweiten Einkommensstufe zum Tragen kommt. Er ist nicht mit dem Selbstbehalt vergleichbar.

„Er soll eine ausgewogene Verteilung des Einkommens zwischen dem Unterhaltspflichtigen und den unterhaltsberechtigten Kindern
gewährleisten. Wird er unter Berücksichtigung anderer Unterhaltspflichten unterschritten, ist der Tabellenbetrag der nächst
niedrigeren Gruppe … anzusetzen.“ (siehe Düsseldorfer Tabelle 2018).

Punkt.png   De Facto erhöhen sich die Bedarfskontrollbeträge für die jeweiligen Unterhaltspflichtigen, gemessen an deren Einkommen, lediglich um 20 Euro.
Punkt.png   Für Unterhaltspflichtige Elternteile, die 2017 in Stufe 2 waren und 2018 in Stufe 1 rutschen, gilt kein Bedarfskontrollbetrag,
    sondern der festgelegte Selbstbehalt.

Düsseldorfer Tabelle 2018:

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